Stadtteilkonzept Haarzopf

Im Rahmen der Entwicklung eines Stadtteilkonzepts für Haarzopf – Fulerum am 12. und 13. Januar 2018 wurde mal wieder erlebbar, wie Dynamic Facilitation auch bei großen Gruppen mit heterogenen Interessenslagen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit führt. Insgesamt 50 engagierte Bürgerinnen und Bürger haben anderthalb Tage an einem Stadtteilkonzept gearbeitet und eine Vielzahl an Lösungsideen für ein breites Spektrum an Themen, wie z. B. Grundflächenerhalt, Bildung und Erziehung oder Leben und Wohnen im Alter, erarbeitet. Diese Ideen in ein Stadtteilkonzept zu integrieren, welches die höchste Akzeptanz aller Anwesenden auf sich vereint, ist sehr gut gelungen, u.a. auch durch das konsequente Einsetzen des Systemischen Konsensierens als Entscheidungsverfahren.

Ausgehend von der Fragestellung, was für die Teilnehmenden ein gelungenes Ergebnis nach anderthalb Tagen Zusammenarbeit wäre, wurden nach einer kurzen Informationsrunde drei Themengruppen gebildet:

Stadtteilkonzept Haarzopf

Grundflächenerhalt, Wohnungsbau, Mobilität, Landwirtschaft Bildung & Erziehung, Kultur, Vereinsleben, Freizeitgestaltung Wohnen & Leben im Alter, Gesundheit, Inklusion, generationsübergreifendes Wohnen. Innerhalb dieser Gruppen wurde in Anlehnung an die Bürgerräte mit der Methode „Dynamic Facilitation“ gearbeitet. Mit Fokus auf konkrete Lösungsideen sammelten die Teilnehmenden ebenso Informationen und Wahrnehmungen und die sich daraus ergebenen Herausforderungen wie auch mögliche Bedenken gegenüber Lösungsideen. Dem Plenum konnten aus jeder Themengruppe jeweils eine Vielzahl an konkreten Lösungsideen vorgestellt werden. Notwendige Entscheidungen wurden auf Basis des von Visotschnig und Schrotta entwickelten Konzepts des Systemischen Konsensierens getroffen. Es wurden Einwände abgefragt und nach Ergänzungen und Änderungen der zur Diskussion stehenden Lösungsidee gesucht, immer mit Blick auf eine Lösung mit größtmöglicher Akzeptanz. So entwickelte sich zunehmend eine konstruktive Atmosphäre bei der Lösungssuche.

Zum Ende der Veranstaltung hatten alle Anwesenden ein klares „Ja“ zu den verschriftlichten Lösungsvorschlägen, die am 29. Januar dem Oberbürgermeister Thomas Kufen vorgestellt werden.


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