Gemeinsam im Kinderschutz!!

Die Zusammenarbeit von Jugend- und Drogenhilfe gut gestalten

Artikel der Stadt Bochum
Text und Foto: Stadt Bochum

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Am 19. September 2018 veranstalteten das Jugendamt und die Krisenhilfe eine gemeinsame Fachtagung zum Thema Kooperation Krisenhilfe Bochum e.V. und Stadt Bochum, Jugendamt im Riff Bochum-die Bermudahalle.
Für ein gesundes Auswachsen von Kindern in Bochum mit ihrem Recht auf Schutz, Förderung und Teilhabe.

Der Fachtag war die exklusive Vorstellung der gemeinsamen Ergebnisse des Bochumer Initativprojektes der Jugend- und Dogenberatung des Krisenhilfe e.V. und des Sozialen Dienstes des Jugendamtes, um zum einen die Kinder der drogenkonsumierenden und substituierten Mütter und Väter besser in den Blick zu nehmen und um die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe besser zu unterstützen und zum anderen die Zusammenarbeit beider Dienste zu optimieren.

Unter dem Motto „Gemeinsam im Kinderschutz!! Die Zusammenarbeit von Jugend- und Drogenhilfe gut gestalten“ luden die Krisenhilfe Bochum e.V. und das Jugendamt der Stadt Bochum ins Bermudadreieck zu einer Fachtagung ein.

Über 80 Fachkräfte aus den Bereichen der Jugend- und Drogenarbeit erhielten zu diesem Thema in der Szenehalle Riff Informationen und nutzten den fachlichen Austausch. Anlass war ein mehrmonatiger Qualitätsprozess des Bochumer Jugendamtes, vertreten durch Beate Stanikowsky, Ruth Piedboeuf-Schaper, Christian Papies, Jost Manderbach und Peter Kraft mit Silvia Wilske und Jutta Sprengnetter von der Krisenhilfe Bochum e.V., der im Ergebnis eine Kooperationsvereinbarung und ein damit verbundenes Kooperationskonzept hervorbrachte. Carolin Wolf von der Essener Agentur Wolf und Oberkötter begleitete den Prozess und moderierte im Riff die Fachtagung.

Nach dem Grußwort der Sozialdezernentin Britta Anger schlossen sich zwei Vorträge an .

Karin Salewsky, Fachbereichsleitung Insat-Krisenhilfe, erläuterte in ihrem Vortrag die einzelnen Phasen und Handlungsschritte des gemeinsamen Beratungsprozesses. Besonders stellte sie die Herausforderungen in der Arbeit mit Suchtkranken dar und die Schwierigkeit den Zugang zu den Kindern zu bekommen. Ein wesentlicher Inhalt war für Karin Salewsky, die Erläuterung der Verfahren in Kinderschutzfällen und die Hinweise zu Einschätzungshilfen und Meldevordrucken.

Sandra Groß, Projektkoordinatorin für Fitkits vom Paritätischen Wesel, zeigte in ihrem Impulsvortrag auf, welche gelungenen Beispiele es in Deutschland für Unterstützungsangebote für suchtkranke Eltern und ihren Kindern gibt. Das Fitkids-Programm besteht aus sechs Bausteinen, unter anderem Perspektive der Kinder im Blick haben/Frühe Hilfen/Vernetzung, die sich für die Arbeit in Sucht- und Drogenberatungsstellen als gut umsetzbar erwiesen haben. Hierbei werden die Fachkräfte der Suchthilfe in über 57 Standorten von Sandra Groß und ihren Kollegen dahin gehend gecoacht, Projekte und Angebote zu entwickeln sowie Netzwerke mit Kooperationspartnern zu knüpfen.

Nach den Vorträgen gab es genug Zeit für den fachlichen Austausch. Gemeinsam mit dem Projektteam und der Moderatorin Carolin Wolf wurde lebhaft mit den Teilnehmenden diskutiert und aus den Beiträgen weitere Ideen und Anregungen zur praktischen Ausgestaltung der zukünftigen Kooperationsarbeit aufgenommen.

Die Teilnehmenden der Veranstaltung nahmen als Ergebnis der Fachtagung mit: Die Kooperation zwischen der Krisenhilfe Bochum und dem Jugendamt Bochum ist eine sinnvolle Ergänzung, um das Thema Kindeswohl in den Blick zu nehmen.  

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